Bericht 2019

Pokal geht an Düsseldorf

 

Duisburg: „Mich treibt die Frage um: was haben wir falsch gemacht, dass auch andere Systeme wieder mehrheitsfähig werden?“ Mit diesen selbstkritischen Worten eröffnete Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalens, die Abschlussveranstaltung der vierten Auflage von NRW debattiert Europa. Als Gastgeber durfte die Universität Duisburg-Essen Studierende, Teilnehmer und Zuschauer von den Universitäten Düsseldorf, Bochum, Münster, Wuppertal und Köln begrüßen.

 

Im Anschluss an die einleitenden Worte des Ministers ging es für die Teams in die Vorrunde zur Frage, ob Europaabgeordnete zukünftig ausschließlich transnational gewählt werden sollten – die Samthandschuhe wurden abgelegt. Nach qualitativ hochwertigen Debatten konnten sich Münster, Wuppertal und Bochum direkt für das Halbfinale qualifizieren. Düsseldorf gelang schließlich über die diesjährige Lucky-Loser-Regelung der Einzug ins Halbfinale.

 

Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurden dieses Mal die Paarungen des Halbfinals erst kurz vor Debattenbeginn ausgelost. Die Teilnehmer wussten somit erst eine halbe Stunde vor Beginn, welche Position sie zu vertreten hatten. Letztlich gelang es den Teams aus Düsseldorf und Wuppertal, die Jury von sich zu überzeugen und im Finale gegeneinander anzutreten.

 

Am Ende setzte sich die Mannschaft von Dr. Stefan Thierse aus Düsseldorf mit ihrer Position zur Frage, ob das Europaparlament die Kommission unabhängig vom Rat wählen dürfe, durch. Die Jury entschied sich zudem, den Preis für die beste Rednerin an die Wuppertaler Teilnehmerin Emma Rothschild zu vergeben.

 

Initiator und Schirmherr von NRW debattiert Europa, Prof. Dr. Michael Kaeding, zeigte sich mit dem Ausgang des Finals sehr zufrieden: „Es freut mich, dass das Team von Stefan Thierse die Trophäe das erste Mal nach Düsseldorf holt. Somit wandert der Pokal tatsächlich seit Jahren durch NRW.“

 

NRW debattiert Europa ist ein Projekt, dass 2015 vom Duisburger Professor für Europäische Integration und Europapolitik, Michael Kaeding, in Kooperation mit der Staatskanzlei NRW und weiteren nordrhein-westfälischen Universitäten ins Leben gerufen wurde. Es bietet sowohl Bachelor- wie auch Masterstudierenden die Möglichkeit, ihre Debattierfähigkeiten in einem kompetitiven Umfeld auszubauen und gleichzeitig ihr Wissen zu europarelevanten Fragen zu vertiefen. 2016 wurde es mit dem europäischen PADEMIA Lehrpreis ausgezeichnet.

 

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